Internationale Umzüge 12 Min. Lesezeit

Umzug in die Schweiz 2026: Zoll, Kosten & Tipps

Umzug in die Schweiz planen? Alles zu Zoll, Übersiedlungsgut, Aufenthaltsbewilligung & Kosten. Jetzt Angebot einholen und sicher auswandern.

DM
David Müller
· Aktualisiert 22. Juni 2026

Umzug in die Schweiz: Was du wirklich wissen musst #

Die Schweiz zieht jedes Jahr Zehntausende Menschen aus Deutschland und Österreich an. Hohe Löhne, eine gut organisierte Infrastruktur, Sicherheit und Lebensqualität sprechen für sich. Doch ein Umzug in die Schweiz ist kein gewöhnlicher Inlandsumzug: Du wechselst in ein Nicht-EU-Land, das eigene Zollvorschriften, ein eigenes Krankenversicherungssystem und eine besondere Bürokratie kennt. Dieser Ratgeber führt dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Themen – von der richtigen Vorbereitung über das Zollformular 18.44 bis hin zu Kosten, Aufenthaltsbewilligung und der Wahl des richtigen Kantons.

Willst du gleich wissen, was dein Umzug kosten könnte? Nutze unseren Umzugskostenrechner für eine erste unverbindliche Einschätzung.


Warum die Schweiz kein gewöhnlicher EU-Umzug ist #

Obwohl die Schweiz geografisch mitten in Europa liegt und ein Mitglied der Schengen-Zone ist, gehört sie nicht zur Europäischen Union. Das hat praktische Konsequenzen für deinen Umzug: Dein Hausrat überquert eine echte Zollgrenze. Ohne die richtigen Dokumente kann es am Grenzübergang zu Verzögerungen kommen, und im schlimmsten Fall musst du für einzelne Güter Einfuhrsteuer und Zölle nachentrichten.

Gleichzeitig profitierst du als EU-Bürger vom bilateralen Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der Schweiz und der EU. Das bedeutet: Du brauchst kein Visum, keine Einreisegenehmigung im Voraus und in der Regel keine aufwendige Bürokratie vor der Einreise. Du meldest dich nach der Ankunft bei der Gemeinde an – und das war es im Großen und Ganzen.

Dennoch gibt es jede Menge zu organisieren, insbesondere in Bezug auf Krankenversicherung, Kfz-Zulassung und natürlich die Zollabfertigung deines Hausrats.


Das Zollformular 18.44: Übersiedlungsgut richtig anmelden #

Das zentrale Dokument für deinen Umzug in die Schweiz ist das Formular 18.44 der Eidgenössischen Zollverwaltung (heute: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit, BAZG). Mit diesem Formular beantragst du die zollfreie Einfuhr deines Übersiedlungsguts.

Wer darf das Formular 18.44 nutzen? #

Die zollfreie Einfuhr von Übersiedlungsgut ist an folgende Bedingungen geknüpft:

  • Du hast deinen gewöhnlichen Wohnsitz mindestens sechs Monate lang im Ausland gehabt.
  • Du verlegst deinen Wohnsitz dauerhaft in die Schweiz.
  • Die eingeführten Gegenstände haben dir mindestens sechs Monate vor dem Umzug gehört und wurden von dir persönlich genutzt.
  • Du führst das Gut spätestens zwei Jahre nach der Anmeldung in der Schweizer Gemeinde ein.

Gegenstände, die nach dem Umzug in die Schweiz erworben wurden oder die offensichtlich neu sind, können nicht als Übersiedlungsgut behandelt werden. Auch gewerblich genutzte Gegenstände sind ausgeschlossen.

Was gehört zum Übersiedlungsgut? #

Zum begünstigten Übersiedlungsgut zählen in der Regel:

  • Möbel und Einrichtungsgegenstände
  • Haushaltsgeräte (Waschmaschine, Kühlschrank, Herd)
  • Kleidung und persönliche Gegenstände
  • Bibliotheken und Sammlungen
  • Fahrzeuge (unter bestimmten Bedingungen, dazu später mehr)
  • Heimtiere

Wertgegenstände wie Schmuck, Kunstwerke oder Antiquitäten können ebenfalls eingeführt werden, unterliegen aber unter Umständen eigenen Regelungen. Im Zweifelsfall lohnt sich eine Voranfrage beim BAZG.

So füllst du das Formular 18.44 aus #

Das Formular ist auf der Website des BAZG (bazg.admin.ch) verfügbar und kann dort auch digital ausgefüllt werden. Du benötigst folgende Angaben und Dokumente:

  1. Vollständige Inventarliste deines Hausrats
  2. Nachweis deines bisherigen Wohnsitzes im Ausland (z. B. Meldebestätigung)
  3. Nachweis des neuen Wohnsitzes in der Schweiz (Wohnungsnachweis oder Anmeldebescheinigung)
  4. Personalausweis oder Reisepass

Das ausgefüllte Formular reichst du am Grenzzollamt ein, wenn du mit dem Umzugswagen einreist. Bei großen Transporten mit einem professionellen Umzugsunternehmen übernimmt dieses in der Regel die Zollabwicklung. Prüfe vorher, ob die Dienstleistung im Angebot enthalten ist.

Wichtig: Übersiedlungsgut darf nicht weiterverkauft oder verliehen werden. Tust du es doch, wird die Zollverwaltung die ursprünglichen Abgaben nachfordern. Die Sperrfrist beträgt in der Regel 12 Monate.


Aufenthaltsbewilligung: Anmelden in der Schweiz #

Als Bürger eines EU- oder EFTA-Staats hast du das Recht, dich in der Schweiz aufzuhalten, zu arbeiten und zu wohnen, ohne ein Visum oder eine Vorabgenehmigung beantragen zu müssen. Das Personenfreizügigkeitsabkommen schützt dich hier.

Schritt 1: Anmeldung in der Gemeinde #

Innerhalb von 14 Tagen nach deiner Ankunft musst du dich beim Einwohneramt (je nach Kanton auch: Einwohnerdienste, Kreisbüro oder Gemeindekanzlei) anmelden. Du brauchst dafür:

  • Gültigen Reisepass oder Personalausweis
  • Mietvertrag oder Wohnungsnachweis
  • Bei Erwerbstätigkeit: Arbeitsvertrag oder Arbeitgeberbestätigung
  • Passbilder (je nach Gemeinde)

Schritt 2: Aufenthaltsbewilligung B #

Bei einem geplanten Aufenthalt von mehr als 90 Tagen oder bei Erwerbstätigkeit wirst du in der Regel eine Aufenthaltsbewilligung B erhalten. Diese wird initial für fünf Jahre ausgestellt (bei unselbstständiger Erwerbstätigkeit) und kann danach verlängert werden. Nach zehn Jahren ununterbrochenen Aufenthalts kannst du die Niederlassungsbewilligung C beantragen.

Die zuständige Behörde ist das kantonale Migrationsamt. Die Gemeindeanmeldung leitet in der Regel alle notwendigen Informationen weiter.

Abmeldung in Deutschland #

Vergiss nicht, dich auch in Deutschland abzumelden. Gemäß dem deutschen Bundesmeldegesetz bist du verpflichtet, deinen Wegzug ins Ausland beim zuständigen Einwohnermeldeamt zu registrieren. Das hat Auswirkungen auf deine steuerliche Ansässigkeit, auf Sozialleistungen und auf laufende Verträge (z. B. Kfz-Versicherung, GEZ/ARD-Beitrag).


Krankenkasse in der Schweiz: Das KVG verstehen #

Das Schweizer Krankenversicherungssystem unterscheidet sich grundlegend vom deutschen System. Es gibt keine gesetzliche Krankenversicherung im deutschen Sinne, sondern eine obligatorische Grundversicherung nach dem Krankenversicherungsgesetz (KVG). Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz ist verpflichtet, diese abzuschließen.

Fristen und Versicherungspflicht #

Ab dem Tag deiner Anmeldung in der Schweiz hast du drei Monate Zeit, eine Grundversicherung zu wählen. Die Deckung gilt rückwirkend ab dem Anmeldedatum. Wenn du die Frist versäumst, wird dir vom Kanton ein Versicherer zugeteilt, und du zahlst in der Regel mehr als nötig.

Es gibt in der Schweiz über 50 Krankenversicherer (Krankenkassen), die alle die gleiche Grundleistung anbieten müssen. Der Unterschied liegt vor allem im:

  • Prämienmodell (Standardmodell, HMO, Hausarztmodell, Telmed)
  • Franchise (Selbstbehalt): zwischen 300 und 2.500 CHF wählbar – höhere Franchise = niedrigere Monatsprämie
  • Zusatzversicherungen (Spital, Zahnmedizin, Komplementärmedizin)

Die Prämien variieren stark nach Kanton und nach Wohnort innerhalb des Kantons. Städte wie Genf und Basel haben tendenziell höhere Prämien als ländliche Kantone. Ein Vergleichsportal wie Comparis.ch oder der Prämienrechner des Bundes (priminfo.admin.ch) hilft dir bei der Wahl.

Was ist mit deiner deutschen Krankenversicherung? #

Mit der Abmeldung in Deutschland endet in der Regel deine Mitgliedschaft in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung. Privatversicherte sollten ihre Police rechtzeitig kündigen oder ruhen lassen, da die Schweizer Versicherung übernimmt. Kläre das unbedingt im Voraus mit deinem deutschen Versicherer.


Kfz-Import in die Schweiz: Was beim Auto zu beachten ist #

Wenn du dein Fahrzeug mit in die Schweiz nimmst, sind einige Schritte erforderlich.

Zollfreie Einfuhr als Übersiedlungsgut #

Wenn das Fahrzeug mindestens sechs Monate vor dem Umzug auf deinen Namen in einem EU-Land zugelassen war und du es ausschließlich privat genutzt hast, kannst du es im Rahmen des Übersiedlungsguts zollfrei einführen. Auf dem Formular 18.44 wird das Fahrzeug separat aufgelistet.

Wenn das Fahrzeug diese Voraussetzungen nicht erfüllt (z. B. zu neu, Leasing oder Firmenfahrzeug), fallen Einfuhrzoll (i. d. R. 4 % des Fahrzeugwerts) sowie Mehrwertsteuer (8,1 % in der Schweiz) an.

Umregistrierung und Motorfahrzeugsteuer #

Nach der Einfuhr musst du das Fahrzeug innerhalb eines Jahres beim kantonalen Strassenverkehrsamt auf Schweizer Kennzeichen ummelden. Dazu ist eine technische Überprüfung (MFK, Motorfahrzeugkontrolle) erforderlich. Du zahlst außerdem die jährliche Motorfahrzeugsteuer, die kantonsabhängig ist.

Die Haftpflichtversicherung musst du bei einer in der Schweiz zugelassenen Gesellschaft neu abschließen. Deine bisherige Schadensfreiheitsklasse kann oft übernommen werden, frag deinen neuen Versicherer danach.


Kosten eines Umzugs in die Schweiz #

Ein internationaler Umzug kostet mehr als ein Umzug innerhalb Deutschlands – sowohl finanziell als auch in der Planungszeit. Hier sind die wichtigsten Kostenpunkte.

Umzugsunternehmen und Transport #

Für einen durchschnittlichen 3- bis 4-Zimmer-Haushalt, der von einer deutschen Großstadt (z. B. Berlin, Frankfurt, München) in eine Schweizer Stadt transportiert wird, liegen die reinen Transportkosten je nach Entfernung und Aufwand oft im Bereich von 2.500 bis 5.500 Euro. Günstiger ist es, wenn du viel selbst packst und die Transportentfernung gering ist (z. B. Freiburg nach Basel).

Zusatzkosten entstehen durch:

  • Verpackungsmaterial und Einpackservice
  • Möbeldemontage und -montage
  • Einlagerung (falls du nicht direkt einziehst)
  • Auf- oder Abzug per Außenaufzug bei engen Treppenhäusern
  • Zollabwicklungsgebühren des Spediteurs

Hole mindestens drei Angebote ein. Mit unserem Umzugskostenrechner bekommst du schnell eine erste Orientierung, und über die Anfrage kannst du direkt Angebote von geprüften Umzugsunternehmen anfordern.

Lebenshaltungskosten in der Schweiz #

Sei auf deutlich höhere Lebenshaltungskosten vorbereitet, auch wenn die Löhne in der Schweiz entsprechend höher sind. Mieten in Zürich, Genf oder Zug gehören zu den höchsten in Europa. Eine 3-Zimmer-Wohnung in Zürich kostet schnell 2.500 bis 4.000 CHF pro Monat. Basel und Bern sind etwas günstiger, Lausanne liegt ähnlich wie Zürich.

Dafür entfallen in der Schweiz Rundfunkgebühren (es gibt die Billag-/SRG-Abgabe für Haushalte, die aber deutlich günstiger ist), und Steuern können je nach Kanton erheblich niedriger liegen als in Deutschland.

Kaution und Erstausstattung #

Bei Wohnungsmieten ist in der Schweiz eine Kaution von bis zu drei Monatsmieten üblich. Diese wird auf ein sperriertes Kautionskonto eingezahlt. Plane also entsprechend Kapitalreserven ein.


Die wichtigsten Kantone und Städte für Zuzügler #

Zürich #

Zürich ist die größte Stadt der Schweiz und ein internationales Finanzzentrum. Der Arbeitsmarkt für gut ausgebildete Fachkräfte ist exzellent. Die Lebenshaltungskosten sind allerdings sehr hoch. Wer günstigere Mieten sucht, weicht auf die Agglomeration aus (z. B. Winterthur, Uster, Dietikon). Zürich hat einen hervorragenden öffentlichen Nahverkehr – ein Auto ist oft nicht notwendig.

Basel #

Basel liegt direkt an der deutschen und französischen Grenze und ist daher besonders für Deutsche aus dem Süden attraktiv. Die Pharmaindustrie (Roche, Novartis) bietet viele hochqualifizierte Stellen. Die Lebenshaltungskosten sind im Schweizer Vergleich etwas moderater. Viele Pendler wohnen auf der deutschen Seite (z. B. Lörrach) und arbeiten in Basel.

Genf #

Genf ist die Stadt der internationalen Organisationen (UNO, WHO, IKRK) und des Luxusgütersektors. Der Anteil an Expats und Ausländern ist hier besonders hoch. Genf hat eine ausgeprägte französischsprachige Kultur und ist ideal für Menschen, die Französisch sprechen oder lernen möchten. Wohnraum ist extrem knapp und teuer.

Bern und Luzern #

Die Bundeshauptstadt Bern ist etwas ruhiger und grüner als Zürich oder Genf, bietet aber eine hohe Lebensqualität und eine starke Verwaltungswirtschaft. Luzern punktet mit malerischer Lage am Vierwaldstättersee und einer wachsenden Tourismuswirtschaft.


Steuern in der Schweiz: Was ändert sich für dich? #

Das Schweizer Steuersystem besteht aus drei Ebenen: Bundessteuer, Kantonssteuer und Gemeindesteuer. Die Gesamtsteuerbelastung unterscheidet sich erheblich je nach Kanton. Kantone wie Zug, Schwyz oder Nidwalden sind für ihre niedrigen Steuersätze bekannt, während Genf und Basel-Stadt im Schweizer Vergleich höhere Sätze haben.

Als Zuzüger aus Deutschland wirst du im Jahr des Umzugs in beiden Ländern steuerpflichtig. Deutschland besteuert in der Regel das Einkommen bis zum Wegzugsdatum; ab dann übernimmt die Schweiz. Es gibt ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und der Schweiz, das doppelte Besteuerung vermeidet – aber die Details sind komplex. Eine Steuerberatung ist hier dringend empfehlenswert.

Neu in der Schweiz ansässige Personen ohne Schweizer Pass zahlen häufig zunächst die Quellensteuer (direkt vom Arbeitgeber einbehalten), bevor sie zur ordentlichen Veranlagung wechseln können.


Checkliste: Die wichtigsten Schritte vor und nach dem Umzug #

Vor dem Umzug #

  • Aufenthaltsperspektive klären (Stelle, Wohnung, Kanton)
  • Wohnung in der Schweiz suchen und Mietvertrag abschließen
  • Umzugsunternehmen beauftragen und Zollabwicklung klären
  • Formular 18.44 vorbereiten und Inventarliste erstellen
  • Krankenkasse auswählen und zum Stichtag anmelden
  • Deutsche Krankenkasse kündigen
  • Bankverbindung in der Schweiz eröffnen (oder Onlinebank vorbereiten)
  • Abmeldung in Deutschland planen (Frist: nach Auszug)
  • Steuerberater kontaktieren wegen Wegzugsbesteuerung

Nach dem Umzug #

  • Anmeldung beim Einwohneramt (innerhalb von 14 Tagen)
  • Aufenthaltsbewilligung beantragen
  • Krankenkasse bestätigen lassen
  • Fahrzeug beim Strassenverkehrsamt anmelden (innerhalb eines Jahres)
  • Schweizer Bankverbindung aktivieren und deutsche Konten klären
  • Führerschein prüfen (EU-Führerschein bleibt gültig)
  • Steuererklärung im Umzugsjahr in beiden Ländern einplanen

Eine ausführlichere allgemeine Checkliste findest du in unserem Artikel Umzug Checkliste, der dir auch bei der zeitlichen Planung hilft.


Tipps zum Sparen beim Umzug in die Schweiz #

Ein internationaler Umzug kann schnell teuer werden – mit der richtigen Vorbereitung lässt sich aber einiges einsparen.

Entrümpeln vor dem Umzug: Je weniger du transportierst, desto günstiger wird der Umzug. Trenne dich von Dingen, die du schon lange nicht mehr nutzt. In der Schweiz ist Second-Hand-Kultur gut entwickelt, aber verkaufen lässt sich manches in Deutschland leichter.

Mehrere Angebote vergleichen: Die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Umzugsunternehmen können bei internationalen Umzügen mehrere Hundert bis Tausend Euro betragen. Nutze unsere Anfrage, um schnell und unkompliziert bis zu drei Angebote zu erhalten.

Zollabwicklung selbst übernehmen: Wenn du das Formular 18.44 selbst vorbereitest und beim Zollamt einreichst, sparst du die Verwaltungsgebühr des Spediteurs. Allerdings ist das nur sinnvoll, wenn du sicher im Umgang mit Zolldokumenten bist.

Umzugstermin flexibel wählen: Mitte des Monats und unter der Woche ist günstiger als Monatsende oder Wochenende. Im Sommer (August/September) sind Umzugsunternehmen oft ausgebucht – frühzeitig buchen zahlt sich aus.

Wohnung mit Abstand suchen: Wer in der Schweiz flexibel beim Wohnort ist und die Nähe zu Ballungszentren nicht scheut, findet oft bessere Preise in Pendlerregionen. Der ÖV in der Schweiz ist sehr gut, sodass eine Stunde Pendelzeit oft problemlos tolerierbar ist.

Weitere konkrete Tipps findest du in unserem Ratgeber Umzugskosten sparen.


Häufige Fehler beim Umzug in die Schweiz #

Fehler 1: Zollformular vergessen oder falsch ausgefüllt Das ist der häufigste Stolperstein. Ohne das korrekte Formular 18.44 kommt dein Hausrat nicht einfach durch die Grenze. Plane die Zollabwicklung frühzeitig und hole dir bei Unsicherheiten Unterstützung vom Umzugsunternehmen oder dem BAZG direkt.

Fehler 2: Krankenkasse zu spät abschließen Die dreimonatige Frist läuft ab dem Anmeldedatum, nicht ab dem Einzug. Wer zu spät handelt, wird einem Versicherer zugeteilt – oft zu deutlich höheren Prämien.

Fehler 3: Steuerliche Auswirkungen unterschätzen Der Wegzug aus Deutschland kann in bestimmten Fällen steuerliche Konsequenzen haben, z. B. bei Beteiligungen an GmbHs, laufenden Kapitalerträgen oder Immobilienbesitz. Kläre das im Voraus mit einem Steuerberater.

Fehler 4: Kfz-Versicherung läuft weiter Nach der Abmeldung des Fahrzeugs in Deutschland und Anmeldung in der Schweiz muss die deutsche Versicherung aufgehoben werden. Eine parallel laufende Versicherung ist sowohl unnötig als auch teuer.

Fehler 5: Zu wenig Kapital für die Anfangszeit Kaution (bis zu drei Monatsmieten), erste Krankenversicherungsprämien und der Umzug selbst summieren sich schnell auf 10.000 CHF oder mehr. Plane großzügige Rücklagen ein.


Fazit: Gut vorbereitet in ein neues Leben #

Ein Umzug in die Schweiz ist mit dem richtigen Wissen gut zu managen. Die zentralen Punkte – Zollformular 18.44, Anmeldung innerhalb von 14 Tagen, Krankenversicherungspflicht, Kfz-Zulassung – sind klar definiert. Wer diese Schritte kennt und rechtzeitig angeht, erlebt den Grenzübertritt als reibungslosen Übergang in ein neues Kapitel.

Nutze die Vorbereitung auch, um die richtige Umzugsfirma zu finden. Mit einem unverbindlichen Vergleich über unseren Umzugskostenrechner siehst du schnell, was dein Umzug kosten wird – und über die Anfrage erhältst du direkt mehrere Angebote von erfahrenen Umzugsunternehmen, die internationale Transporte in die Schweiz regelmäßig durchführen.

Die Schweiz wartet – gut geplant startest du entspannter ins neue Leben.

DM
David Müller Verifiziert

Umzugsexperte & Gründer von Sparschwein Umzug

David vermittelt seit über 10 Jahren Umzüge in ganz Deutschland. Sein Team hat tausende Umzüge begleitet und weiß, worauf es bei Planung, Kosten und Qualität ankommt.

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FAQ

Häufige Fragen: Umzug in die Schweiz 2026: Zoll, Kosten & Tipps

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Wenn du deinen Wohnsitz dauerhaft in die Schweiz verlegst und mindestens sechs Monate lang außerhalb der Schweiz gelebt hast, kannst du deinen Hausrat zollfrei einführen. Voraussetzung ist das korrekt ausgefüllte Zollformular 18.44 sowie der Nachweis deines bisherigen Wohnsitzes. Wichtig: Der Hausrat darf nicht verkauft oder verliehen werden, sonst wird Zoll nachgefordert.

Als EU/EFTA-Bürger profitierst du vom Personenfreizügigkeitsabkommen zwischen der EU und der Schweiz. Bei einer Erwerbstätigkeit oder einem Aufenthalt über 90 Tage musst du dich innerhalb von 14 Tagen bei der Gemeinde anmelden und erhältst in der Regel eine Aufenthaltsbewilligung B (fünf Jahre). Diese Regelung gilt für Deutsche, Österreicher und andere EU-Staatsangehörige gleichermaßen.

In der Schweiz besteht Versicherungspflicht nach dem Krankenversicherungsgesetz (KVG). Ab dem Tag deiner Anmeldung hast du drei Monate Zeit, eine Grundversicherung bei einer Schweizer Krankenkasse (Krankversicherer) abzuschließen. Versäumst du die Frist, wird dir von der Behörde ein Versicherer zugeteilt. Die monatlichen Prämien variieren je nach Kanton und Versicherungsmodell erheblich.

Ja, unter bestimmten Bedingungen. Wenn du das Fahrzeug mindestens sechs Monate vor dem Umzug in der EU auf deinen Namen zugelassen hattest und es ausschließlich für den privaten Gebrauch nutzt, kannst du es als Teil des Übersiedlungsguts zollfrei einführen. Anschließend musst du das Fahrzeug innerhalb eines Jahres auf Schweizer Kennzeichen ummelden und die Motorfahrzeugsteuer entrichten.

Die Kosten hängen stark von der Entfernung, der Menge des Umzugsguts und dem Umfang der Dienstleistungen ab. Grob kalkuliert liegen die Preise für einen durchschnittlichen 3-Zimmer-Haushalt bei einem Umzug von einer deutschen Großstadt in die Schweiz zwischen 2.500 und 5.500 Euro. Hinzu kommen eventuelle Lagerkosten, Verpackungsmaterial und Aufschläge für enge Zufahrten. Ein kostenloser Vergleich über unseren Umzugskostenrechner hilft dir bei der Planung.

Dein deutscher Führerschein ist in der Schweiz unbegrenzt gültig und wird nicht automatisch umgetauscht. Als EU-Bürger darfst du deinen EU-Führerschein behalten. Solltest du allerdings irgendwann einen Schweizer Führerschein beantragen oder nach einem Verkehrsdelikt umtauschen müssen, erfolgt dies über das kantonale Strassenverkehrsamt.

In den Großstädten Zürich, Genf und Zug ist der Wohnungsmarkt sehr angespannt. Plane realistischerweise zwei bis sechs Monate für die Wohnungssuche ein, besonders in der Stadt Zürich. Viele Expats weichen zunächst auf Pendlerregionen oder möblierte Zwischenlösungen aus. Hilfreich sind Plattformen wie Homegate, Comparis und ImmoScout24 Schweiz sowie lokale Makler.

Ja, du bist nach dem deutschen Meldegesetz verpflichtet, dich bei deiner deutschen Gemeinde abzumelden, wenn du deinen Hauptwohnsitz ins Ausland verlegst. Die Abmeldung sollte zeitnah zum Auszug erfolgen und ist für die weitere steuerliche Behandlung sowie für eventuelle Kindergeld- oder Rentenversicherungsansprüche relevant. Gleichzeitig musst du dich in deiner neuen Schweizer Gemeinde anmelden.

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