Warum immer mehr Deutsche nach Frankreich auswandern
Frankreich zählt seit Jahren zu den beliebtesten Zielen für deutsche Auswanderer in Europa. Die Gründe sind vielfältig: Das mediterrane Lebensgefühl an der Côte d’Azur, die kulturelle Vielfalt in Paris, die deutsch-französische Grenzregion im Elsass oder das entspannte Landleben in der Provence ziehen Jahr für Jahr Tausende Deutsche in das Nachbarland. Als EU-Bürger hast du das gesetzlich verbriefte Recht, in Frankreich zu leben, zu arbeiten und Unternehmen zu gründen – ohne Visum, ohne Aufenthaltserlaubnis und ohne bürokratische Hürden wie bei Drittstaaten.
Dennoch bedeutet ein Umzug nach Frankreich einiges an Vorbereitung. Von der Wohnungssuche über die Sozialversicherung bis zur Kfz-Ummeldung gibt es zahlreiche Aspekte, die du frühzeitig planen solltest, um böse Überraschungen zu vermeiden. Dieser Ratgeber begleitet dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess – von der ersten Planung bis zur vollständigen Integration in das französische Alltagsleben.
Umzugskosten nach Frankreich: Was du einplanen solltest
Die Kosten für einen internationalen Umzug nach Frankreich variieren stark je nach Haushaltsvolumen, Entfernung und gewähltem Serviceumfang. Für einen groben Überblick kannst du folgende Richtwerte heranziehen:
Kleiner Haushalt (1–2 Zimmer, ca. 15–30 m³): Für eine Single-Wohnung oder ein WG-Zimmer rechne mit Umzugskosten zwischen 800 und 2.000 Euro, je nach Zielort. Ein Umzug von Frankfurt ins benachbarte Straßburg ist dabei deutlich günstiger als ein Transport von Hamburg nach Nizza.
Mittlerer Haushalt (3 Zimmer, ca. 30–50 m³): Hier liegen die Kosten in der Regel zwischen 2.000 und 4.500 Euro. Zusatzleistungen wie Ein- und Auspackservice, Möbelmontage oder Einlagerung können den Preis spürbar erhöhen.
Großer Haushalt (4+ Zimmer, ab 50 m³): Für größere Wohnungen oder ganze Häuser musst du mit 4.000 bis 8.000 Euro oder mehr rechnen. Fragst du mehrere Anbieter an, sparst du oft erheblich.
Die wichtigsten Faktoren für den Endpreis sind die Fahrtstrecke, das Volumen des Umzugsguts, Stockwerkszulagen (besonders in Paris ohne Aufzug oft relevant), Halteverbotszonen-Genehmigungen sowie der Zeitpunkt des Umzugs. Hochsaison ist Juli bis September – dann sind Kapazitäten knapp und Preise höher. Nutze unseren Umzugskostenrechner für eine erste kostenlose Einschätzung, und stelle direkt mehrere Anfragen bei Umzugsunternehmen, um Angebote zu vergleichen.
Tipp: Zollformalitäten im EU-Binnenmarkt Da sowohl Deutschland als auch Frankreich Mitglieder der Europäischen Union sind, fällt beim Umzug von Möbeln und persönlichen Gegenständen keine Zollabgabe an. Du musst weder Einfuhrumsatzsteuer zahlen noch besondere Formulare ausfüllen. Lediglich eine detaillierte Inventarliste des Umzugsguts ist empfehlenswert und wird von seriösen Umzugsunternehmen ohnehin erstellt. Bei Kunstgegenständen, Antiquitäten oder Sammlerstücken von besonderem Wert solltest du dich vorab bei deinem Umzugsunternehmen oder beim deutschen Zoll informieren.
Anmeldung in Frankreich: So funktioniert das Behördensystem
Wer aus Deutschland nach Frankreich zieht, muss zunächst eine grundlegende Umstellung im Denken vollziehen: Das deutsche Meldesystem mit seiner zentralen Einwohnermeldepflicht gibt es in Frankreich in dieser Form nicht. Als EU-Bürger bist du nicht verpflichtet, dich offiziell bei einer Behörde anzumelden. Dennoch gibt es wichtige Schritte, die du erledigen solltest.
Schritt 1: Abmeldung in Deutschland Bevor du gehst, musst du dich beim deutschen Einwohnermeldeamt abmelden. Das geht persönlich oder schriftlich mit dem Abmeldeformular und einem Ausweisdokument. Du erhältst eine Abmeldebestätigung, die du in Frankreich für Bankkonten, Versicherungen und andere Behördengänge benötigst. Vergiss nicht, auch das Finanzamt, die Krankenversicherung und gegebenenfalls die Deutsche Rentenversicherung über deinen Wegzug zu informieren.
Schritt 2: Attestation de résidence bei der Mairie Obwohl keine formelle Anmeldepflicht besteht, empfiehlt es sich, bei deiner zuständigen Gemeindeverwaltung (Mairie) eine Wohnsitzbescheinigung (attestation de domicile) zu beantragen. Dafür benötigst du in der Regel einen Nachweis über deine Wohnadresse in Frankreich (Mietvertrag, aktuelle Stromrechnung oder ähnliches), deinen Personalausweis oder Reisepass sowie gegebenenfalls deine Abmeldebestätigung aus Deutschland.
Schritt 3: Numéro de Sécurité Sociale Das wichtigste Dokument in Frankreich ist die Sozialversicherungsnummer. Ohne sie kannst du weder bei der Krankenkasse angemeldet werden noch hast du Zugang zu staatlichen Leistungen. Als Arbeitnehmer erledigt dein Arbeitgeber die Anmeldung automatisch. Als Selbstständiger oder Nichterwerbstätiger musst du dich selbst beim CPAM (Caisse Primaire d’Assurance Maladie) registrieren. Der Prozess kann einige Wochen dauern – plan das frühzeitig ein.
Schritt 4: Numéro fiscal (Steuernummer) Wenn du in Frankreich Einkünfte erzielst oder dort steuerlich ansässig wirst, benötigst du eine französische Steuernummer. Diese erhältst du beim zuständigen Service des Impôts oder online über das Portal impots.gouv.fr. Als Arbeitnehmer wird dies oft vom Arbeitgeber initiiert.
Sozialversicherung und Krankenversicherung in Frankreich
Das französische Sozialversicherungssystem (Sécurité Sociale) ist eines der umfassendsten Europas, aber auch eines der komplexesten. Es deckt Krankenversicherung, Rente, Arbeitslosenversicherung und Familienleistungen ab.
Krankenversicherung (Assurance Maladie) Die Caisse Primaire d’Assurance Maladie (CPAM) ist die gesetzliche Krankenkasse Frankreichs. Das System funktioniert nach dem Prinzip der Rückerstattung: Du zahlst zunächst selbst beim Arzt und bekommst einen Großteil (meist 70–80 Prozent) erstattet. Den Restbetrag übernimmt häufig eine private Zusatzversicherung (Mutuelle), die in Frankreich weit verbreitet und für Arbeitnehmer oft vom Arbeitgeber bezuschusst wird.
Als Arbeitnehmer wirst du automatisch bei der CPAM angemeldet. Als Selbstständiger meldest du dich je nach Tätigkeit bei der Sécurité Sociale des Indépendants (SSI) oder der CPAM an. Für Nicht-Erwerbstätige (z.B. Rentner oder Personen, die von Ersparnissen leben) gilt seit 2016 die PUMA (Protection Universelle Maladie), die nach einem Jahr legalem Aufenthalt in Frankreich Zugang zur Krankenversicherung ermöglicht.
Wichtig: Deine deutsche gesetzliche Krankenversicherung erlischt in der Regel mit dem Wegzug aus Deutschland. Kläre den genauen Zeitpunkt und den Übergang frühzeitig mit deiner deutschen Krankenkasse, um keine Versorgungslücke entstehen zu lassen. Für die Übergangszeit kann die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) als Notfallabsicherung dienen.
Rentenversicherung Rentenbeitragszeiten in Frankreich und Deutschland können nach EU-Recht zusammengerechnet werden, wenn du in beiden Ländern gearbeitet hast. Das sogenannte EU-Koordinierungsrecht stellt sicher, dass dir keine Beitragsjahre verloren gehen. Es empfiehlt sich, sich von der Deutschen Rentenversicherung beraten zu lassen, bevor du ausreist.
Arbeitnehmerrechte und Kündigungsschutz Das französische Arbeitsrecht (Code du Travail) bietet Arbeitnehmern weitreichenden Schutz, mit teils strengeren Regelungen als in Deutschland. Probezeitenregelungen, Kündigungsfristen und Abfindungsansprüche unterscheiden sich zum Teil erheblich – lass dich bei einem neuen Arbeitsvertrag in Frankreich im Zweifel rechtlich beraten.
Kfz ummelden in Frankreich: Das musst du wissen
Wenn du dein deutsches Auto mit nach Frankreich nimmst, hast du zunächst etwas Zeit. Als EU-Bürger darfst du dein Fahrzeug mit deutschen Kennzeichen in der Regel für bis zu einem Jahr nach Beginn deines Aufenthalts in Frankreich fahren. Danach ist eine Ummeldung Pflicht.
Die Carte Grise beantragen Der französische Fahrzeugschein heißt Carte Grise (offiziell: Certificat d’Immatriculation). Seit 2017 erfolgt die Beantragung ausschließlich online über das Portal ANTS (Agence Nationale des Titres Sécurisés) unter ants.gouv.fr. Du benötigst:
- Deinen deutschen Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I und II)
- Einen Identitätsnachweis
- Einen Wohnsitznachweis in Frankreich
- Ein gültiges Contrôle Technique (TÜV-Äquivalent) – deutsches HU wird übergangsweise anerkannt, aber check die aktuellen Regeln
- Den Beleg über die Zahlung der Taxe sur les certificats d’immatriculation (Zulassungsgebühr)
Die Kosten für die Carte Grise richten sich nach Fahrzeugleistung, Alter und Wohnort. Bei leistungsstarken oder alten Fahrzeugen können sie mehrere Hundert Euro betragen.
Kennzeichen Mit der neuen Carte Grise bekommst du neue, französische Kennzeichen mit dem département-Code (z.B. 75 für Paris, 67 für Bas-Rhin/Elsass).
Kfz-Steuer und Versicherung In Frankreich gibt es für Privatfahrzeuge keine jährliche Kfz-Steuer (für Pkw abgeschafft). Du benötigst aber eine neue Kfz-Versicherung bei einem in Frankreich zugelassenen Anbieter. Deutsche Versicherungen decken Fahrzeuge, die dauerhaft im Ausland gemeldet sind, in der Regel nicht mehr ab. Vergleiche die Angebote französischer Versicherungen (z.B. MAIF, MACIF, AXA France) frühzeitig.
Die beliebtesten Regionen für Deutsche in Frankreich
Paris und Île-de-France
Paris ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Frankreichs und zieht viele Deutsche an, die im Finanz-, Mode-, Medien- oder Technologiesektor arbeiten möchten. Die Lebenshaltungskosten sind hoch: Eine 1-Zimmer-Wohnung (Studio) im Stadtinneren kostet leicht 1.200 bis 2.000 Euro Miete pro Monat, in begehrten Arrondissements wie dem 6. oder 7. auch deutlich mehr. Die Vororte (Banlieue) oder Städte wie Versailles, Saint-Germain-en-Laye oder Vincennes bieten günstigere Alternativen mit guter Métro-Anbindung.
Das Pariser Wohnungsmarkt ist stark umkämpft. Vermieter verlangen oft einen Bürgen (Garant), der in Frankreich ansässig ist und mindestens das Dreifache der Monatsmiete verdient. Der staatliche Dienst Visale (von Action Logement) kann als Bürgschaft für Arbeitnehmer dienen, wenn du keinen privaten Bürgen in Frankreich hast.
Elsass (Alsace)
Das Elsass ist für viele Deutsche die erste Wahl, wenn es um einen Umzug nach Frankreich geht – und das aus gutem Grund. Die geographische Nähe, die deutsch-französische Kulturgeschichte und die Tatsache, dass viele Einwohner noch Elsässisch (eine alemannische Mundart) oder Deutsch sprechen, machen die Integration besonders leicht. Städte wie Straßburg (Europasitz des Europäischen Parlaments), Colmar und Mulhouse bieten eine hohe Lebensqualität bei vergleichsweise moderaten Mietpreisen.
Das Elsass hat zudem ein historisch bedingtes Sonderrecht (Droit local alsacien-mosellan), das unter anderem höhere Krankenversicherungsleistungen als im Rest Frankreichs vorsieht. Das ist ein konkreter finanzieller Vorteil, der bei der Entscheidung eine Rolle spielen sollte.
Für Grenzgänger, die weiter in Deutschland arbeiten möchten, aber in Frankreich wohnen wollen, bietet die Grenzregion ebenfalls gute Bedingungen – steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Fragen sollten hier jedoch mit einem Steuerberater geklärt werden, da besondere Doppelbesteuerungsabkommen gelten.
Côte d’Azur und Provence
Nizza, Cannes, Antibes, Toulon – die Côte d’Azur ist ein Traum für Sonnenanbeter, Rentner und all jene, die Wert auf Lebensqualität legen. Die Region zieht viele wohlhabende deutsche Rentner und Selbstständige an. Die Wohnungspreise sind hoch – vergleichbar mit München oder Hamburg – aber im Hinterland (Arrière-Pays) und in Städten wie Toulon oder Aix-en-Provence wird es deutlich erschwinglicher.
Für Rentner, die ihren Hauptwohnsitz nach Frankreich verlegen, ist zu beachten, dass deutsche Renten grundsätzlich in Deutschland besteuert werden, auch wenn man im Ausland lebt – es sei denn, das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich sieht etwas anderes vor. Lass dich hier unbedingt von einem Steuerberater beraten, der sich mit internationalem Steuerrecht auskennt.
Lyon, Bordeaux, Toulouse
Diese drei Metropolen werden von Deutschen oft unterschätzt. Lyon ist Frankreichs Gastronomiehauptstadt, Bordeaux punktet mit Weinkultur und einem boomenden Tech-Sektor, Toulouse ist das Zentrum der europäischen Luftfahrtindustrie (Airbus). Alle drei Städte bieten niedrigere Mieten als Paris, ein aktives kulturelles Leben und gute Universitäten – interessant auch für Familien mit Kindern.
Wohnung mieten in Frankreich: So läuft die Suche ab
Die Wohnungssuche in Frankreich unterscheidet sich von der deutschen. Die wichtigsten Online-Portale sind:
- SeLoger.com – das größte Immobilienportal Frankreichs
- Leboncoin.fr – Kleinanzeigenportal mit vielen Privatangeboten
- PAP.fr – Direktvermietungen ohne Makler
- Bien’ici.com – weiteres großes Angebotsportal
Der Mietmarkt in Großstädten ist angespannt. In Paris und Nizza ist es nicht ungewöhnlich, Dutzende Bewerbungen für eine einzige Wohnung einzureichen. Ein professionell zusammengestelltes Bewerberdossier (dossier de location) ist entscheidend. Es enthält:
- Letzten drei Gehaltsabrechnungen
- Arbeitsvertrag (CDI, also unbefristeter Vertrag, ist deutlich bevorzugt)
- Letzte Steuererklärung (avis d’imposition)
- Personalausweis oder Reisepass
- Bürge (Garant) oder Nachweis über alternative Bürgschaft
Für Deutsche, die noch keinen französischen Arbeitsvertrag haben oder selbstständig tätig sind, kann die Wohnungssuche schwieriger sein. Ein höheres Einkommen oder eine Vorauszahlung mehrerer Monatsmieten können helfen. Manche Vermieter verlangen eine caution (Kaution) von maximal zwei Monatsmieten bei möblierten Wohnungen oder einer Monatsmiete bei unmöblierten.
Mietzuschuss (APL) Frankreich kennt staatliche Wohngeldleistungen (APL – Aide Personnalisée au Logement), die von der CAF (Caisse d’Allocations Familiales) ausgezahlt werden. Als legaler Bewohner Frankreichs kannst du unter bestimmten Voraussetzungen APL beantragen. Die Höhe richtet sich nach Einkommen, Miethöhe und Familiensituation.
Schulen, Sprache und Integration
Wenn du mit Kindern nach Frankreich ziehst, ist das Schulsystem ein wichtiges Thema. Das französische Schulsystem ist stark zentralisiert und gilt als anspruchsvoll. Kinder von Expats besuchen häufig private internationale Schulen oder die Deutschen Schulen (es gibt z.B. ein Deutsches Gymnasium in Paris und in Straßburg), falls die Rückkehr nach Deutschland mittelfristig geplant ist. Für eine dauerhafte Integration ins französische Schulsystem ist die Sprachkompetenz entscheidend – Sprachkurse vor dem Umzug sind eine der besten Investitionen, die du machen kannst.
Ohne Grundkenntnisse im Französischen wirst du im Alltag und bei Behörden schnell an Grenzen stoßen. Anders als in Skandinavien oder den Niederlanden ist Englisch als Alltagssprache in Frankreich außerhalb von Paris und Touristenzentren weniger verbreitet. Selbst ein B1-Niveau hilft erheblich, und du wirst feststellen, dass Franzosen aufgeschlossener werden, sobald du erkennbar Mühe machst, ihre Sprache zu sprechen.
Checkliste: Die wichtigsten Schritte vor und nach dem Umzug
Vor dem Umzug:
- Mehrere Umzugsangebote einholen und vergleichen (Anfrage stellen)
- Wohnung in Frankreich suchen und Mietvertrag abschließen
- Abmeldung beim deutschen Einwohnermeldeamt
- Information an: Finanzamt, Krankenkasse, Rentenversicherung, Banken, Versicherungen
- Französische Sprachkenntnisse auffrischen
- Wichtige Dokumente zusammenstellen (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Zeugnisse – ggf. apostillieren oder beglaubigt übersetzen lassen)
Nach dem Umzug:
- Wohnsitzbescheinigung bei der Mairie beantragen
- Anmeldung bei der CPAM (Krankenversicherung)
- Steuernummer beim Service des Impôts beantragen
- Bankkonto bei einer französischen Bank eröffnen (z.B. BNP Paribas, Société Générale oder Online-Banken wie Boursorama)
- Kfz innerhalb der vorgeschriebenen Frist ummelden (Carte Grise über ANTS-Portal)
- Kfz-Versicherung bei einem französischen Anbieter abschließen
- Kinder in Schule anmelden (bei der Mairie)
- APL (Wohngeld) bei der CAF prüfen und beantragen
Weitere hilfreiche Infos findest du in unserem Umzug Checkliste Ratgeber sowie im Artikel zu Umzugskosten sparen.
Steuern: Was deutsche Auswanderer in Frankreich wissen müssen
Das Thema Steuern ist bei einem Umzug ins Ausland besonders sensibel und hängt stark vom Einzelfall ab. Grundsätzlich gilt: Wenn du deinen steuerlichen Wohnsitz dauerhaft nach Frankreich verlagerst und dort den Mittelpunkt deines Lebens hast, wirst du in Frankreich unbeschränkt steuerpflichtig. Deutschland erhebt dann in der Regel keine Einkommensteuer mehr auf deine laufenden Einkünfte (Ausnahmen gelten z.B. für Rentner oder bei bestimmten Einkunftsarten).
Das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und Frankreich regelt, welches Land das Besteuerungsrecht hat. In der Praxis zahlt ein Arbeitnehmer, der in Frankreich lebt und arbeitet, grundsätzlich in Frankreich Einkommensteuer. Komplizierter wird es bei Grenzgängern, Selbstständigen oder bei deutschen Renten.
Wichtiger Hinweis: Steuerliche Fragen beim Auslandszug sind hochkomplex und sollten unbedingt mit einem Steuerberater mit internationalem Fokus besprochen werden. Falsche oder verspätete Angaben können in beiden Ländern zu Nachzahlungen oder Bußgeldern führen. Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Steuerberatung.
Fazit: Gut geplant nach Frankreich
Ein Umzug nach Frankreich ist für viele Deutsche ein Lebenstraum – und mit der richtigen Vorbereitung auch problemlos umsetzbar. Als EU-Bürger genießt du alle Freiheiten des Binnenmarkts: kein Visum, keine Arbeitserlaubnis, freie Wohnortwahl. Die bürokratischen Hürden sind überschaubar, wenn du die wichtigsten Schritte in der richtigen Reihenfolge angehst: Abmeldung in Deutschland, Wohnsitznachweis in Frankreich, Anmeldung bei der CPAM, Kfz-Ummeldung und Steuerfragen klären.
Die Kosten für den eigentlichen Umzug lassen sich durch frühzeitigen Angebotsvergleich deutlich reduzieren. Nutze unseren Umzugskostenrechner für eine erste Kostenschätzung und stelle noch heute eine Anfrage an Umzugsunternehmen mit Frankreich-Erfahrung, um das beste Angebot für deinen Umzug zu sichern.






