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Waschmaschine transportieren: So geht es ohne Schäden

Waschmaschine transportieren leicht gemacht: Transportsicherung anbringen, Restwasser ablassen, stehend transportieren und richtig anschließen. Schritt für Schritt.

DM
David Müller
· Aktualisiert 16. Juni 2026

Eine Waschmaschine gehört zu den schwersten und empfindlichsten Geräten in jedem Haushalt. Wer sie unvorbereitet bewegt, riskiert teure Schäden an Trommellager, Federn und Elektronik. Eine Waschmaschine transportieren ist aber kein Hexenwerk, wenn Du die richtige Reihenfolge einhältst: Transportsicherung anbringen, Restwasser ablassen, stehend transportieren und am Ende sauber anschließen. In diesem Ratgeber bekommst Du eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit Deine Maschine den Umzug unbeschadet übersteht und in der neuen Wohnung sofort wieder läuft.

Warum die Transportsicherung der wichtigste Punkt ist #

Die Trommel einer Frontlader-Waschmaschine ist nicht fest verschraubt. Sie hängt an Federn und ruht auf Stoßdämpfern, damit sie beim Schleudern frei schwingen kann. Genau diese bewegliche Aufhängung ist beim Transport das größte Risiko: Schon kleine Stöße beim Tragen, im Treppenhaus oder im Transporter lassen die schwere Trommel ungebremst gegen das Gehäuse schlagen.

Die Folgen reichen von ausgeschlagenen Lagern über gerissene Federn bis zu Schäden an den Dämpfern und der Elektronik. Solche Reparaturen sind oft teurer als das Gerät selbst noch wert ist. Deshalb gilt: Ohne Transportsicherung wird keine Waschmaschine bewegt.

Die Transportsicherung besteht in der Regel aus mehreren Schrauben, die auf der Rückseite der Maschine eingedreht werden und die Trommel fixieren. Diese Transportsicherungsschrauben hast Du beim Aufstellen herausgedreht. Im Idealfall liegen sie samt der Kunststoff- oder Metallhülsen zusammen mit der Bedienungsanleitung an einem sicheren Ort.

Wichtig zu wissen: Auch ein kurzer Weg ist kein Argument gegen die Sicherung. Gerade beim Tragen über Türschwellen, beim Absetzen oder beim Anheben über eine Bordsteinkante entstehen ruckartige Belastungen, die der Trommel ohne Fixierung schaden. Eine intakte Transportsicherung kostet Dich nur ein paar Minuten Arbeit und bewahrt Dich vor einem Lager- oder Dämpferschaden, der schnell im dreistelligen Bereich liegt. Behandle die kleinen Schrauben deshalb als festen Bestandteil des Geräts und wirf sie nach dem Aufstellen nicht weg.

Toplader-Modelle, bei denen die Trommel oben beladen wird, haben oft eine etwas andere Sicherung, manchmal eine Innensicherung oder Polsterstücke, die vor dem Transport in die Trommel gelegt werden. Wirf hier unbedingt einen Blick in die Anleitung Deines konkreten Modells, denn die Bauformen unterscheiden sich.

Ein verbreiteter Irrglaube lautet, eine moderne Maschine bräuchte keine Sicherung mehr, weil die Elektronik sie schon schütze. Das stimmt nicht. Die Sensorik regelt nur den Betrieb, sie hält die Trommel beim Tragen nicht fest. Auch teure Geräte mit Direktantrieb oder besonders leiser Lagerung schwingen im ausgeschalteten Zustand frei und müssen mechanisch fixiert werden. Wer das ignoriert, hört den Schaden später häufig als lautes Poltern beim Schleudern oder als ein metallisches Klackern, wenn die Trommel von Hand bewegt wird.

Vorbereitung und Werkzeug: Was Du vor dem Transport bereitlegst #

Bevor es an die eigentliche Arbeit geht, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Ausrüstung. Wer alles griffbereit hat, spart Zeit und vermeidet, mit nassen Händen oder einer halb gelösten Maschine nach Werkzeug suchen zu müssen. Diese Dinge solltest Du bereitlegen:

  • Passender Schlüssel für die Transportsicherung, häufig ein Maul- oder Steckschlüssel der Größe 10 oder 13 Millimeter
  • Wasserpumpenzange oder Maulschlüssel für die Schlauchverschraubungen
  • Flache Schale, Eimer und mehrere Lappen für das Restwasser
  • Sackkarre mit Spanngurt für den Transport über Schwellen und kurze Strecken
  • Tragegurte zur Entlastung des Rückens beim Tragen zu zweit
  • Umzugsdecken oder Filzgleiter zum Schutz von Boden und Gerät
  • Wasserwaage zum späteren Ausrichten am neuen Standort
  • Die Bedienungsanleitung mit den modellspezifischen Hinweisen

Plane für die gesamte Vorbereitung rund eine Stunde ein, das Restwasser-Ablassen am Vortag noch dazugerechnet. Halte außerdem die Modell- und Seriennummer bereit, falls Du Ersatzschrauben oder einen neuen Schlauch besorgen musst. Das Typenschild findest Du meist im Türrahmen des Bullauges oder auf der Geräterückseite.

Transportsicherungsschrauben anbringen: Schritt für Schritt #

Bevor Du die Maschine sicherst, sollte sie leer, sauber und vom Strom getrennt sein. Dann gehst Du so vor:

  1. Ziehe den Netzstecker und drehe den Wasserhahn am Zulaufschlauch zu.
  2. Schraube den Zulaufschlauch ab und löse den Ablaufschlauch (Restwasser zuerst ablassen, siehe nächster Abschnitt).
  3. Hole die Transportsicherungsschrauben und die zugehörigen Hülsen aus der Aufbewahrung.
  4. Setze die Hülsen in die dafür vorgesehenen Öffnungen auf der Rückseite ein und drehe die Schrauben mit dem passenden Schlüssel fest ein, bis die Trommel fixiert ist.
  5. Wackel kurz prüfend: Eine korrekt gesicherte Trommel lässt sich nicht mehr spürbar bewegen.

Sind die Schrauben verloren gegangen, bekommst Du Ersatz über den Hersteller-Kundendienst, wenn Du Modell- und Seriennummer (Typenschild meist im Türrahmen oder auf der Rückseite) angibst. Improvisiere hier nicht mit fremden Schrauben, die Passform ist entscheidend.

Achte beim Eindrehen darauf, die Schrauben gleichmäßig und nicht mit Gewalt anzuziehen. Sie sollen die Trommel fixieren, nicht das Blech verziehen. Bei den meisten Geräten reicht ein satter, handfester Sitz. Falls Deine Maschine drei oder vier Sicherungspunkte hat, ziehe sie über Kreuz an, ähnlich wie bei einem Autorad, damit sich die Trommel gleichmäßig setzt. Dokumentiere im Zweifel mit dem Smartphone, welche Schraube in welche Öffnung gehört, dann ist das Wiederanbringen beim nächsten Umzug eindeutig.

Restwasser ablassen, bevor es losgeht #

Auch nach dem letzten Waschgang bleibt immer etwas Wasser im Pumpensumpf und in den Schläuchen. Läuft dieses Restwasser beim Tragen oder Kippen aus, kann es in die Elektronik gelangen oder Deinen Boden durchnässen. So lässt Du es kontrolliert ab:

  • Schalte einen kurzen Schleuder- oder Abpumpgang, um den Großteil des Wassers loszuwerden.
  • Stelle eine flache Schale und einen Lappen bereit.
  • Öffne die kleine Klappe unten an der Gerätefront.
  • Drehe den Flusensiebdeckel langsam auf und lass das Wasser in die Schale laufen. Bei vielen Modellen gibt es zusätzlich einen kurzen Notablaufschlauch.
  • Lass auch den Ablaufschlauch in einen Eimer auslaufen, indem Du sein Ende tief hältst.

Tipp: Reinige bei dieser Gelegenheit gleich das Flusensieb. So startest Du in der neuen Wohnung mit einem sauberen Gerät. Verschließe das Sieb danach wieder handfest.

Plane für das Restwasser ausreichend Zeit ein, am besten schon am Vortag des Umzugs. So bleibt die Maschine über Nacht offen stehen, eventuelle Feuchtigkeit in der Trommel und der Manschette kann abtrocknen und es bildet sich kein muffiger Geruch während des Transports. Lass die Tür und das Waschmittelfach bis zum Verladen einen Spalt offen. Wische die Gummimanschette am Bullauge trocken, dort sammelt sich besonders gern Restwasser.

Vergiss den Zulaufschlauch nicht: Auch in ihm steht nach dem Abdrehen des Wasserhahns noch Wasser unter Druck. Halte das offene Ende über einen Eimer, wenn Du die Verschraubung löst, sonst spritzt es Dir auf den Boden. Bei Geräten mit Aquastop-Schlauch sitzt am Ventil zusätzlich ein kleiner Wasserrest. Rolle die Schläuche nach dem Entleeren locker auf und verstaue sie in einem Beutel an der Maschine, damit sie beim Transport nicht verloren gehen. Wer den Ablaufschlauch komplett von der Maschine abnimmt, sollte sich die Steckverbindung am Gerät genau ansehen, damit der Anschluss am Zielort wieder dicht sitzt.

Waschmaschine richtig tragen und im Transporter sichern #

Eine Waschmaschine wiegt zwischen rund 60 und 90 Kilogramm. Trage sie niemals allein. Du brauchst mindestens eine zweite kräftige Person und idealerweise Hilfsmittel:

HilfsmittelWofür es gut ist
SackkarreSicherer Transport über kurze Strecken und Schwellen
SpanngurteFixieren der Maschine auf Sackkarre und im Transporter
TragegurteEntlasten den Rücken beim Tragen zu zweit
Filzgleiter / DeckeSchützen Boden und Gerät beim Verschieben
WasserwaageWaagerechtes Ausrichten am neuen Standort

Im Transporter stellst Du die Maschine aufrecht an eine stabile Wand, am besten in eine Ecke, und sicherst sie mit Spanngurten gegen Verrutschen und Kippen. Polstere sie ringsum mit Decken ab. Achte darauf, dass die Maschine während der Fahrt nicht von schwereren Gegenständen erdrückt werden kann. Wer plant, wie alles in den Transporter passt, profitiert von einer guten Vorbereitung wie in unserem Beitrag zum Umzugskartons packen beschrieben.

Für sehr enge Treppenhäuser oder höhere Stockwerke kann sich auch ein Möbellift mieten lohnen, statt das schwere Gerät über mehrere Etagen zu schleppen.

Beim Tragen selbst gilt: aus den Beinen heben, nicht aus dem Rücken, und die Last nah am Körper halten. Verständigt Euch vorher klar, wer wann anhebt und absetzt, damit das Gewicht nicht plötzlich auf einer Person allein liegt. Auf Treppen geht die untere Person rückwärts und gibt das Tempo vor, die obere Person stützt und bremst. Trage feste Schuhe und vermeide es, die Maschine an den Schläuchen oder am Bedienfeld zu greifen, dort ist sie nicht zum Tragen ausgelegt. Eine Sackkarre mit Treppensteig-Funktion erleichtert mehrere Etagen erheblich, ersetzt aber nicht die zweite Person zur Sicherung.

Im Mietwagen oder Transporter solltest Du die Maschine als eine der ersten schweren Lasten verladen und direkt verzurren. So steht sie stabil und Du kannst leichtere Kartons drumherum stapeln, ohne dass sie auf das Gerät drücken. Eine quer gespannte Zurrleine an den Laschen der Ladefläche verhindert, dass die Maschine in der Kurve kippt. Lege unter die Stellfüße eine Antirutschmatte oder ein Stück Decke, damit das Gerät bei voller Bremsung nicht über die Ladefläche rutscht.

Stehend transportieren: Warum die Position entscheidend ist #

Eine Waschmaschine wird stehend transportiert. Das ist die schonendste Position für Trommelaufhängung und Elektronik und verhindert, dass Restwasser an empfindliche Stellen läuft.

Wenn es im Transporter wirklich nicht anders geht, darf die Maschine kurzzeitig auf die Rückseite gelegt werden, niemals auf die Vorderseite (Bullauge) und nicht auf die Seitenwände. Auf der Rückseite sitzen meist die stabilsten Bauteile. Lege sie auch dann auf eine Decke und vermeide ruckartige Bewegungen.

Wurde die Maschine geneigt oder kurz liegend transportiert, lass sie nach dem Aufstellen einige Stunden aufrecht stehen, bevor Du sie anschließt. So kann sich verbliebenes Wasser setzen und das Öl in den Dämpfern verteilt sich wieder gleichmäßig.

Der Grund für die stehende Position liegt in der Bauweise: Legst Du die Maschine auf die Front, lastet das gesamte Gewicht auf dem empfindlichen Bullauge und seinem Scharnier. Auf der Seitenwand wiederum drückt die schwere Trommel samt Betongewicht seitlich gegen die Aufhängung, für die diese Belastungsrichtung nicht ausgelegt ist. Die Rückseite ist als Notlösung am stabilsten, weil dort meist ein durchgehendes Blech und die robusten Befestigungspunkte sitzen. Trotzdem bleibt stehend immer die erste Wahl.

Bei Toplader-Geräten ist die liegende Position übrigens noch heikler als bei Frontladern, weil die Trommel hier anders gelagert ist und das Bedienfeld oben sitzt. Transportiere einen Toplader daher konsequent stehend. Solltest Du im Pkw transportieren, weil kein Transporter verfügbar ist, gilt dasselbe: Wenn die Maschine nicht aufrecht in den Kofferraum passt, ist die Rückseite die einzig vertretbare Notlage, gut gepolstert und kurz. Plane in diesem Fall den anschließenden Standzeit-Puffer von mehreren Stunden fest ein, bevor Du das Gerät startest.

Waschmaschine in der neuen Wohnung anschließen #

Am Zielort drehst Du den Ablauf um. Erst jetzt darf die Transportsicherung wieder raus, sonst läuft die Maschine blockiert. Gehe in dieser Reihenfolge vor:

  1. Stelle die Maschine an ihren endgültigen Platz.
  2. Drehe die Transportsicherungsschrauben heraus und bewahre sie zusammen mit der Anleitung auf. Du brauchst sie beim nächsten Umzug wieder. Setze die mitgelieferten Abdeckkappen in die Öffnungen.
  3. Schließe den Zulaufschlauch handfest an den Wasserhahn an und drehe das Wasser auf.
  4. Hänge den Ablaufschlauch sicher in den Siphon oder Abfluss und fixiere ihn gegen Herausrutschen.
  5. Richte die Maschine mit den Stellfüßen waagerecht aus, sodass sie nicht wackelt. Eine Wasserwaage hilft.
  6. Stecke den Netzstecker ein und starte einen kurzen Leer-Waschgang ohne Wäsche, um alle Anschlüsse auf Dichtheit zu prüfen.

Steht die Maschine schief oder wackelt sie, vibriert sie beim Schleudern stark und kann laut werden oder wandern. Nimm Dir für das Ausrichten der Stellfüße ein paar Minuten Zeit, das zahlt sich aus.

Achte beim Anschluss außerdem darauf, dass der Ablaufschlauch nicht zu tief in den Abfluss geschoben wird und nicht abknickt. Eine kleine Schlaufe nach oben verhindert, dass schmutziges Wasser zurück in die Maschine gesaugt wird. Den Zulaufschlauch ziehst Du nur handfest an, da hartes Anziehen die Dichtung beschädigen kann. Lass nach dem Aufdrehen des Wasserhahns kurz die Anschlussstellen im Blick und tupfe sie mit einem trockenen Tuch ab, um auch kleinste Tropfen sofort zu bemerken.

Ein häufig übersehener Punkt ist die Wasserwaage auf zwei Achsen. Prüfe die Maschine sowohl von vorn nach hinten als auch von links nach rechts und kontere die Stellfüße mit ihren Muttern, damit sie sich durch die Vibration nicht wieder lösen. Steht das Gerät auf einem schwingenden Holzboden oder einer Estrichkante, hilft eine Antivibrationsmatte gegen Lärm und Wandern. Hast Du eine neue Maschine angeschlossen, wirf vor dem ersten Start einen Blick in die Anleitung, ob ein spezieller Erst-Spülgang empfohlen wird. Bewahre die Transportsicherungsschrauben am besten in einem beschrifteten Beutel direkt bei der Maschine auf, etwa an der Rückseite mit Klebeband fixiert, dann sind sie beim nächsten Umzug sofort zur Hand.

Sonderfälle: Toplader, Waschturm und Waschtrockner #

Nicht jede Maschine ist ein klassischer Frontlader. Beim Toplader wird über eine Klappe oben beladen, und die Trommel ist seitlich gelagert. Die Sicherung erfolgt hier je nach Modell über Schrauben, Klemmen oder mitgelieferte Polster. Lege auf keinen Fall eigene Gegenstände in die Trommel, um sie zu blockieren, das kann die Beschichtung beschädigen.

Ein Waschturm, also ein Trockner, der auf der Waschmaschine steht, wird vor dem Transport unbedingt getrennt. Löse das Verbindungs- oder Zwischenbaublech und transportiere beide Geräte einzeln. Übereinander gestapelt sind sie weder sicher zu tragen noch im Transporter stabil zu verzurren. Der Trockner ist meist deutlich leichter, braucht aber ebenfalls eine schonende, stehende Behandlung.

Ein Waschtrockner kombiniert beide Funktionen in einem Gehäuse und wird grundsätzlich wie eine Waschmaschine behandelt: Transportsicherung anbringen, Restwasser ablassen, stehend transportieren. Achte zusätzlich auf die Hinweise zur Kondensationseinheit in der Anleitung, da hier ebenfalls Wasser zurückbleiben kann. Hat das Gerät einen Kondensatbehälter, leere ihn vor dem Transport.

Häufige Fehler beim Waschmaschinentransport vermeiden #

Diese Fehler sehen wir am häufigsten und sie lassen sich alle leicht verhindern:

  • Transportsicherung weggelassen, weil die Strecke kurz schien. Auch beim Tragen in den Keller kann die Trommel Schaden nehmen.
  • Transportsicherungsschrauben vor dem ersten Waschgang vergessen herauszudrehen. Das Gerät vibriert dann extrem und wandert.
  • Maschine auf die Vorderseite oder Seitenwand gelegt und so Bullauge oder Aufhängung belastet.
  • Restwasser nicht abgelassen, sodass Wasser auf den Boden oder in die Elektronik lief.
  • Allein getragen und dabei Rücken oder Gerät überlastet.
  • Stellfüße am neuen Standort nicht ausgerichtet, was zu lauten Vibrationen führt.
  • Schläuche locker im Transporter liegen lassen und dabei verloren oder beschädigt.
  • Zu fest angezogene Verschraubungen, die die Dichtung im Zulaufschlauch quetschen.

Wenn Du den Großgeräte-Transport lieber abgibst, kann ein Umzugsunternehmen die Waschmaschine routiniert mit Sackkarre, Gurten und Tragehilfen bewegen. Ein unverbindliches und kostenloses Umzugsangebot zeigt Dir schnell, was der Komplett-Service kostet, das An- und Abklemmen ist je nach Anbieter eine Zusatzleistung.

Rechtliche und versicherungstechnische Hinweise #

Wer in Eigenregie umzieht, haftet selbst für Schäden am Gerät oder an der Wohnung. Tropft Wasser aus einer schlecht entleerten Maschine auf das Treppenhaus oder verkratzt die Sackkarre den Boden, ist das im Zweifel Deine Verantwortung. Prüfe vor dem Umzug, ob Deine Hausratversicherung Transportschäden bei einem privaten Umzug abdeckt, viele Policen tun das nur eingeschränkt oder gar nicht.

Beauftragst Du dagegen ein Umzugsunternehmen, greift in Deutschland die gesetzliche Haftung des Spediteurs für Transportschäden im Rahmen der gültigen Regelungen. Die genaue Höhe und die Bedingungen unterscheiden sich je nach Vertrag und Versicherungspaket, lass Dir das daher vor der Buchung schriftlich bestätigen. Frage außerdem nach, ob das An- und Abklemmen der Wasseranschlüsse mitversichert ist und ob für hochwertige Geräte eine zusätzliche Transportversicherung sinnvoll ist. So weißt Du im Schadensfall genau, wer wofür einsteht.

Halte beim Auszug aus einer Mietwohnung außerdem im Blick, dass Wasseranschluss und Abfluss ordnungsgemäß verschlossen werden, damit es nach Deinem Auszug nicht zu Wasserschäden kommt. Ein sauber abgedrehter Hahn und ein dicht verschlossener Abfluss gehören zur Übergabe dazu.

Checkliste für den Waschmaschinentransport #

Damit nichts vergessen wird, hier alles auf einen Blick:

  • Vor dem Umzug: Restwasser über das Flusensieb und den Ablaufschlauch ablassen
  • Strom trennen, Zulaufschlauch abdrehen und entfernen
  • Schläuche entleeren, aufrollen und am Gerät verstauen
  • Transportsicherungsschrauben auf der Rückseite eindrehen, Trommel fixieren
  • Maschine zu zweit auf eine Sackkarre setzen und mit Gurten sichern
  • Stehend in den Transporter, mit Decken polstern und gegen Kippen verzurren
  • Am Zielort waagerecht aufstellen, Transportsicherung herausdrehen
  • Zulauf und Ablauf anschließen, Stellfüße ausrichten und kontern
  • Leer-Waschgang zur Dichtheitsprüfung starten

Der Waschmaschinentransport ist nur ein Baustein eines gut organisierten Umzugs. Behalte mit unserer Umzug-Checkliste auch alle anderen Aufgaben rund um den Umzugstag im Blick, dann läuft am Ende alles reibungslos und Deine Maschine wäscht in der neuen Wohnung wie gewohnt.

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David Müller Verifiziert

Umzugsexperte & Gründer von Sparschwein Umzug

David vermittelt seit über 10 Jahren Umzüge in ganz Deutschland. Sein Team hat tausende Umzüge begleitet und weiß, worauf es bei Planung, Kosten und Qualität ankommt.

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FAQ

Häufige Fragen: Waschmaschine transportieren: So geht es ohne Schäden

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Ja. Jede Frontlader-Waschmaschine mit einer auf Federn und Stoßdämpfern aufgehängten Trommel braucht beim Transport eine Transportsicherung. Ohne sie schlägt die Trommel bei jeder Erschütterung gegen das Gehäuse und kann Lager, Federn und Dämpfer dauerhaft beschädigen.

Die Transportsicherungsschrauben sitzen auf der Rückseite der Waschmaschine. Beim Aufstellen hast Du sie herausgedreht und idealerweise zusammen mit der Bedienungsanleitung aufbewahrt. Fehlen sie, bekommst Du Ersatz über den Hersteller oder den Kundendienst unter Angabe des Modells.

Besser nicht. Eine Waschmaschine sollte stehend transportiert werden. Liegend kann Restwasser in die Elektronik laufen und die Trommelaufhängung wird einseitig belastet. Lässt es sich nicht vermeiden, lege sie nur kurz auf die Rückseite, niemals auf die Vorderseite oder die Seitenwände.

Stelle das Gerät an die Wand, öffne die kleine Klappe unten an der Front und drehe den Flusensiebdeckel langsam auf. Halte eine flache Schale und einen Lappen bereit, denn auch nach dem Programm bleibt Wasser im Pumpensumpf. Manche Modelle haben zusätzlich einen kleinen Ablaufschlauch hinter der Klappe.

Wurde sie stehend und mit Transportsicherung bewegt, kannst Du sie nach dem Aufstellen direkt anschließen. Wurde sie geneigt oder kurz liegend transportiert, lass sie sicherheitshalber einige Stunden aufrecht stehen, damit sich eventuelle Wasserreste und das Öl der Dämpfer setzen.

Läuft die Maschine mit noch eingedrehter Transportsicherung, ist die Trommel blockiert. Sie kann nicht frei schwingen, das Gerät vibriert extrem stark, wandert über den Boden und es drohen Schäden an der Mechanik. Entferne die Sicherung deshalb immer vor dem ersten Waschgang.

Eine Waschmaschine wiegt je nach Modell rund 60 bis 90 Kilogramm. Trage sie nie allein. Du brauchst mindestens eine zweite Person, besser eine Sackkarre mit Spanngurt und für Treppen zusätzliche Hilfe.

Nicht zwingend, aber ein Umzug ist ein guter Zeitpunkt für eine Sichtkontrolle. Prüfe Zulauf- und Ablaufschlauch auf poröse Stellen und Risse. Aquastop-Zulaufschläuche und alte Dichtungen solltest Du bei Zweifeln ersetzen, um Wasserschäden in der neuen Wohnung zu vermeiden.

Ja, sobald Transportsicherung entfernt, Wasserzulauf und Ablauf korrekt angeschlossen und das Gerät über die Stellfüße waagerecht ausgerichtet ist. Mache am besten einen kurzen Leer-Waschgang ohne Wäsche, um Anschlüsse auf Dichtheit zu prüfen.

Ja. Ein Umzugsunternehmen transportiert Großgeräte wie Waschmaschinen routiniert, inklusive Sackkarre, Gurten und Tragehilfen für Treppen. Das An- und Abklemmen der Wasseranschlüsse ist je nach Anbieter eine Zusatzleistung, frag das bei der Buchung kurz ab.

Für die Transportsicherung brauchst Du meist einen passenden Maul- oder Steckschlüssel, häufig in der Größe 10 oder 13 Millimeter. Hinzu kommen eine Wasserpumpenzange für die Schlauchverschraubungen, eine flache Schale und Lappen für das Restwasser sowie eine Wasserwaage zum späteren Ausrichten. Sackkarre, Spann- und Tragegurte sowie Umzugsdecken runden die Ausstattung ab.

Einen Waschturm trennst Du vor dem Transport in die Einzelgeräte, also Waschmaschine und Trockner getrennt, und löst das Zwischenbauteil oder Verbindungsblech. Ein kombinierter Waschtrockner wird wie eine normale Waschmaschine behandelt: Transportsicherung anbringen, Restwasser ablassen und stehend transportieren. Beachte zusätzlich die Hinweise zur Kondensationseinheit in der Anleitung.

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